Die Uhr lernen – den Lauf der Zeit verstehen

Sanduhren, Sonnenuhren oder analoge Uhren beziehen sich auf ein bestimmtes Verhältnis zur Zeit. Ob durch Rieseltempo, Sonnenwinkel oder Räderwerk: Jede Uhr basiert auf einem speziellen Zeitvergehen und ermöglicht, durch ihren Zeitbezug einen anderen Zeitbezug zu messen.

Uhren bezeugen das Zeitvergehen

Analoge Uhren ticken oft laut und in ihrem Innern greifen unterschiedlich große Zahnrädern drehend ineinander, wodurch verschiedene Drehgeschwindigkeiten entstehen. Meist von einer Batterie angetrieben, veranschaulichen sie uns auf dem Zifferblatt wie schnell sich ein Sekundenzeiger bewegt, wieviel von einer Stunde fünf Minuten sind oder wieviel Stunden es noch dauert bis Mitternacht. Beim Zähneputzen werden drei Minuten wahrscheinlich lang erscheinen. Bei einem Spiel eher kurz. Zwar legen wir immer den gleichen Maßstab an, doch verläuft die Zeit für jeden anders und bei keinem Vorgang gleich: Die Badewanne läuft umso schneller ein, je stärker der Hahn aufgedreht wird. Ein Schatten, der in der Mittagssonne kurz war, fällt gegen Abend riesig lang aus. Der Mond, der erst so voll und rund leuchtete, verwandelt sich im Laufe vieler Nächte in eine schmale Sichel usw.

Kinder lernen die Uhr

Kleinere Kinder erfassen bereits eine Eier- oder Zahnputzuhr als möglichen Zeitmesser. Mit der Dauer eines Ablaufs oder Wandels spielen und lernen sie immer längere Wege der Zeit kennen. Wenn sie dann die Uhr lernen, müssen sie gleich drei verschiedene Geschwindigkeiten miteinander verbinden: eine für jeden Zeiger, der über ein Zifferblatt wandert, das sich wie eine Torte in 12 oder 24 gleichgroße Stücke teilen lässt. Digitale Uhren liefern dagegen nur Zahlen. Mit ihnen können Kinder zwar die Uhrzeit lernen, doch die Zeit lernen sie nicht: Zeit lässt sich nur über einen Vorgang erfassen, der in Beziehung zu ihr steht.

Das Internet unterstützt Lernprozesse

Hilfen bietet das Kinder Internet in Form von verstellbaren Uhren mit dazugehöriger Zeitangabe auf Deutsch oder auch Englisch für Kinder. Kinderseiten erklären Tag und Nacht, Sommer und Winter oder sonstige Auswirkungen von Erdbewegungen. Wissensspiele machen Schüler aufmerksam auf die Einteilung unseres Planeten in 24 Zeitzonen mit Datumsgrenze zwischen Asien und Amerika. Andere Seiten behandeln die sechs verschiedenen Zeitformen unserer Sprache oder liefern Material zu uralten und neuen Entwicklungen im Wandel der Zeiten. Ein Kinderquiz oder Wissensspiel auf Zeit trainiert zugleich das Zeitgefühl: Je schneller ein Kind wird, desto mehr Fragen kann es beantworten.